Manpreet Singh
Manpreet Singh hat sich zu einer der erfolgreichsten Persönlichkeiten des indischen Eishockeys entwickelt. Der bemerkenswerte Athlet ist der zweite Spieler in der Geschichte des indischen Herreneishockeys, der 400 Länderspiele absolvierte. Mit 33 Jahren hat sich der talentierte Mittelfeldspieler aus Punjab seinen Platz in den Geschichtsbüchern als zweitbester indischer Spieler gesichert. Nur der ehemalige Kapitän und aktuelle Präsident von Hockey India, Dr. Dilip Tirkey, liegt mit 412 Länderspielen vor ihm.
Manpreet Singh führte die indische Feldhockeymannschaft bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio zu einer Bronzemedaille. Dank seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten wurde er bei den FIH Awards 2019 als erster indischer Hockeyspieler mit der Auszeichnung „Bester Spieler des Jahres“ ausgezeichnet. Die beeindruckende Trophäensammlung des Champions umfasst vier Titel der Asian Champions Trophy (4, 2013, 2018, 2023), zwei Goldmedaillen bei den Asienspielen (2024, 2), zwei olympische Bronzemedaillen (2014, 2023) und zwei Silbermedaillen bei den Commonwealth Games (2, 2020).
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Ein kleiner Junge aus Punjab begann mit nur einem Schläger und einem Traum. Er entwickelte sich zu einer zentralen Figur der indischen Hockey-Renaissance. Manpreets Weg zum Erfolg beruhte auf Entschlossenheit, harter Arbeit und unerschütterlicher Leidenschaft für das Spiel. Dieser Artikel beleuchtet die bemerkenswerte Geschichte des vierfachen Olympiateilnehmers und zeichnet seinen Aufstieg aus bescheidenen Verhältnissen zum internationalen Star nach. Dabei werden auch die Herausforderungen beleuchtet, die er meisterte.
Frühes Leben und erste Schritte im Hockey
Aufgewachsen in Mithapur, Punjab
In bescheidenen Verhältnissen geboren, Manpreet Singh kam am 26. Juni 1992 in dem kleinen Dorf Mithapur nahe Jalandhar im Punjab zur Welt. Seine Familie verdiente ihren Lebensunterhalt mit der Landwirtschaft. Er war das jüngste von fünf Geschwistern in einem traditionellen Sikh-Haushalt. Mithapur hat eine besondere Verbindung zum indischen Eishockey. Das Dorf hat dem Land mehrere Nationalspieler geschenkt. Einer von ihnen ist der legendäre Padma-Shri-Preisträger Pargat Singh, der in der Region als stellvertretender Polizeipräsident diente.
Leben im ländlichen Punjab Manpreets frühe Jahre waren von großer Bedeutung. Das Geld war knapp, doch die reiche Hockeykultur der Region bot jungen Talenten Raum zur Entfaltung. Mithapur und die umliegenden Dörfer schickten schon immer Spieler in die Nationalmannschaft. Dieses Erbe wirkt bis heute fort. Die Liebe des Dorfes zum Hockey und der starke Gemeinschaftsgeist trugen dazu bei, Manpreets Interesse an diesem Sport zu wecken.
Familieneinfluss und frühe Leidenschaft
Hockey lag der Familie im Blut für den jungen Manpreet. Seine älteren Brüder Amandeep und Sukhraj spielten Hockey und gewannen viele Preise bei lokalen Turnieren. Diese Siege erregten die Aufmerksamkeit des 10-jährigen Manpreet. Die Anerkennung seiner Brüder führte ihn zum Sport. Leider verletzte sich Amandeep beim Spielen schwer. Dies beendete seine Chancen, im Hockey weiterzukommen.
Widerstand der Eltern Manpreet stand zunächst im Weg. Seine Mutter, Manjit Kaur, hielt Hockey für zu gefährlich. Sie wollte ihren jüngsten Sohn schützen. Ihre Ängste waren berechtigt, besonders nach Amandeeps Verletzung. Einmal sperrte sie Manpreet in einen Raum, um ihn vom Hockeyspielen abzuhalten. Doch der entschlossene Junge entkam und verfolgte seinen Traum weiter.
Finanzielle Kämpfe machten Manpreets Anfänge als Hockeyspieler noch schwieriger. Sein Vater, Baljit Singh, hatte in Dubai als Zimmermann gearbeitet. Aus gesundheitlichen Gründen musste er zurückkehren, was die Finanzen der Familie zusätzlich belastete. Beide Brüder mussten ihre Hockeykarrieren aufgeben, weil sie es sich nicht leisten konnten, weiterzumachen. Trotzdem machte Manpreet mit erstaunlicher Entschlossenheit weiter.
Beitritt zur Surjit Hockey Academy
Professionelle Beratung Die erste Hilfe kam von Manpreets erstem Trainer, Surjit Singh, der das Talent des Jungen erkannte. Der Trainer übernahm die Aufgabe, Manpreets zögerliche Eltern davon zu überzeugen, ihren Sohn Hockey spielen zu lassen. Er sagte Manpreets wütendem älteren Bruder, er solle es „wenigstens versuchen lassen, da er so gerne spielen wollte“. Diese Hilfe erwies sich als entscheidend für die Unterstützung seiner Familie.
Ein Wendepunkt Der erste Preis, Manpreet, war ein Turniersieg: 500 Rupien. Dieser kleine, aber wichtige Sieg veränderte die Sichtweise seiner Familie. Sie unterstützten seine Hockeyträume voll und ganz. Das Geld, wenn auch nicht viel, zeigte, dass Hockey mehr als nur Risiken bieten kann.
Formale Ausbildung Der Sport begann 2005, als der damals 13-jährige Manpreet der renommierten Surjit Hockey Academy in Jalandhar beitrat. Die 2005 gegründete Institution hat sich zu einer der begehrtesten Hockeyakademien Indiens entwickelt. Die Schüler müssen ein strenges Auswahlverfahren bestehen. Dazu gehören fünftägige Probetrainings und dreitägige Fitnesstests. Erfahrene Trainer vermitteln detailliertes Training in Technik, Fitness und Spielstrategie.
Das Erbe der Akademie spricht für sich. Sie hat rund 30 Spieler für die indische Nationalmannschaft hervorgebracht. Neun der 19 Spieler, die bei den Olympischen Spielen in Tokio die Bronzemedaille gewannen, erlernten ihr Handwerk an dieser Akademie. Dieses Umfeld ermöglichte Manpreet den perfekten Start in seine wachsende Karriere und führte ihn zu internationalem Erfolg.
Aufstieg durch Juniorenhockey
Kapitänsamt bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2013
Der Weg zur Führung Für Manpreet Singh begann die Karriere früh. Bei der Junioren-Eishockey-Weltmeisterschaft 2013 wurde er Kapitän der indischen Junioren-Eishockeymannschaft. Diese Rolle markierte seinen wichtigsten Meilenstein. Das Trainerteam vertraute auf seine Fähigkeiten als Spieler und Anführer. Manpreet zeigte mit nur 21 Jahren außergewöhnliche Reife und taktisches Verständnis. Diese Eigenschaften heben ihn von anderen ab.
Erfahrung aufbauen war entscheidend für Manpreets Entwicklung, bevor er Kapitän wurde. Seit seinem Debüt in der A-Nationalmannschaft im Jahr 2011 hatte er umfangreiche internationale Erfahrung gesammelt. Durch die Teilnahme an hochklassigen Wettbewerben lernte er wertvolles Wissen. Er gab diese Erkenntnisse an seine Nachwuchsteamkollegen weiter und überbrückte so die Kluft zwischen A- und Juniorenteams.
Sieg beim Sultan of Johor Cup
Triumphale Führung prägte Manpreets Rolle beim 3. Sultan of Johor Cup 2013. Er führte Indien zum Goldmedaillengewinn in Johor Bahru, Malaysia. Unter seiner Führung zeigte das Team außergewöhnliche Fähigkeiten. Während des Turniers besiegte es starke Teams wie England, Argentinien, Pakistan und Südkorea. Indien sicherte sich im Finale einen überzeugenden 3:0-Sieg gegen Gastgeber Malaysia.
Persönlicher Ruhm Der Erfolg der Mannschaft war entscheidend. Manpreet erzielte in der 64. Minute des Finalspiels ein Tor. Er verwandelte einen Eckstoß und sicherte damit den Sieg. Seine Leistung zeigte, dass er in entscheidenden Momenten mit gutem Beispiel vorangehen kann. Der Turniersieg war Manpreets „schönster Moment“ in seiner Juniorenkarriere.
Mehr als HockeyDer Sultan des Johor Cup brachte eine unerwartete persönliche Verbindung mit sich. Eine Malaysierin namens Illi Najwa Saddique bat Manpreet nach Indiens Sieg um ein Foto. Aus dieser zufälligen Begegnung entstand eine Beziehung, die später zur Heirat führte.
Auszeichnung als Asiens Nachwuchsspieler des Jahres
Anerkennung auf kontinentaler Ebene 2014. Der Asiatische Hockeyverband kürte Manpreet Singh während seines Kongresses in Kuala Lumpur, Malaysia, zum „Juniorenspieler des Jahres“. Diese prestigeträchtige Auszeichnung würdigte seine herausragenden Leistungen als Spieler und Kapitän. Er etablierte sich als eines der vielversprechendsten Hockeytalente Asiens.
Beeindruckende Statistiken unterstützte diese Auszeichnung. Manpreet hatte mit 103 Jahren bereits 22 Länderspiele bestritten. Diese bemerkenswerte Leistung zeugte von seiner Beständigkeit und seinem Wert für Junioren- und A-Nationalmannschaften. Sie unterstrich seinen rasanten Aufstieg als Nationalspieler.
Führungsqualitäten In seiner Glückwunschbotschaft stach Dr. Narinder Batra, Generalsekretär von Hockey India, besonders hervor. Er bemerkte: „Er ist nicht nur ein talentierter Mittelfeldspieler, sondern verfügt auch über die nötigen Führungsqualitäten, um andere Spieler zu motivieren, bis zum Schlusspfiff zu kämpfen.“ Diese Eigenschaften waren für seine spätere Rolle als Kapitän der A-Nationalmannschaft von entscheidender Bedeutung.
Rasanter Fortschritt prägte diese Phase von Manpreets Karriere. Er vertrat Indien bei großen Seniorenturnieren, während er noch Junioren-Eishockey spielte. Bevor er zum Juniorenspieler des Jahres gekürt wurde, gewann er Silber bei den Commonwealth Games in Schottland. Außerdem spielte er für Indien beim FIH-Herren-Weltcup in den Niederlanden. Sein reibungsloser Übergang zwischen Junioren- und Seniorenebene bewies sein außergewöhnliches Können und seine Anpassungsfähigkeit.
Seniorenkarriere und große Turniere
Debüt bei den Olympischen Spielen 2011 und 2012
Internationaler Durchbruch Manpreet Singh kam 2011 als 19-Jähriger in die A-Nationalmannschaft. Sein Talent und seine harte Arbeit sicherten ihm schnell einen Platz im Olympia-Kader 2012 in London. Er war einer der jüngsten Spieler, die Indien bei diesem prestigeträchtigen Turnier vertraten. Indien belegte zwar den 12. Platz, doch die Erfahrung erwies sich als großartige Möglichkeit, Erkenntnisse für seine Entwicklung als internationaler Spieler zu gewinnen.
Olympische Reflexionen Manpreets Erstaunen über seine ersten Spiele ist deutlich zu erkennen. „Das olympische Dorf. Es war das erste Mal, dass ich berühmte Athleten herumlaufen sah. Es war wie ein wahrgewordener Traum, mit ihnen am selben Ort zu sein“, erinnerte er sich an sein London-Erlebnis. Dieser frühe Kontakt mit hochkarätigen internationalen Wettkämpfen legte den Grundstein für seine spätere Führungsrolle.
Medaillen der Asienspiele und des Commonwealth
Kontinentale Dominanz prägte Manpreets Karriere, als er Indien zu zwei Goldmedaillen bei den Asienspielen (2014 und 2023) verhalf. Der Sieg im Finale 2014 gegen den Erzrivalen Pakistan ist ihm in Erinnerung geblieben. Indien gewann im Shootout mit 4:2, nachdem die reguläre Spielzeit 1:1 endete. „Das war meine erste große Goldmedaille mit der indischen Herren-Hockeymannschaft, und der Gewinn als Nachwuchsspieler hat mich richtig in Fahrt gebracht“, erzählte Manpreet.
Silberkollektion Indiens Erfolge bei anderen großen Turnieren wuchsen mit Goldmedaillen, während Manpreet Indiens Leistung steigerte. Das Team gewann 2014 und 2022 Silbermedaillen bei den Commonwealth Games, verlor jedoch 2014 im Finale gegen Australien. 2016 holte das Team außerdem Silber bei der Men's Hockey Champions Trophy, nachdem es im Finale mit 1:3 gegen Australien verloren hatte. Dies war Indiens erste Finalteilnahme bei diesem Turnier seit 38 Jahren.
Olympische Bronzemedaillen bei Tokio 2020 und Paris 2024
Historischer Durchbruch kam zu den Olympischen Spielen in Tokio, als Manpreet als Kapitän Indien zur ersten olympischen Hockeymedaille seit 41 Jahren führte. Der Weg war nicht leicht. Nach einer 1:7-Niederlage gegen Australien in der Gruppenphase erholte sich das Team stark. Sie besiegten Spanien, Argentinien und Japan nacheinander. Es folgte ein 3:1-Sieg gegen Großbritannien im Viertelfinale, bevor sie im Halbfinale gegen den späteren Weltmeister Belgien verloren. Das Spiel um die Bronzemedaille gegen Deutschland endete mit einem spannenden 5:4-Sieg. Manpreet bezeichnet dies als seinen denkwürdigsten Karrieremoment.
Legacy bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. Manpreet, mit 378 Länderspielen mittlerweile der erfahrenste Spieler, verhalf Indien zum ersten Mal seit 1972 zu zwei olympischen Bronzemedaillen in Folge. Das Team schlug Spanien im Spiel um die Bronzemedaille mit 2:1. „Wir möchten diese Medaille Sreejesh widmen, denn dies war sein letztes Spiel“, sagte Manpreet nach dem Sieg. Er würdigte den legendären Torhüter PR Sreejesh, der nach dem Turnier seine Karriere beendete. Mit dieser Leistung zählt Manpreet zu den größten indischen Eishockeyspielern. Er nahm an vier Olympischen Spielen in Folge teil (2012, 2016, 2020, 2024) und brachte zwei historische Bronzemedaillen mit nach Hause.
Persönliche Herausforderungen und Comebacks
Tod des Vaters während des Azlan Shah Cup 2016
Manpreet Singh erhielt nur wenige Stunden vor Indiens Eröffnungsspiel gegen Japan beim Sultan Azlan Shah Cup 2016 eine herzzerreißende Nachricht. Der Mittelfeldspieler erfuhr vom plötzlichen Tod seines Vaters, der seine mentale Stärke mehr auf die Probe stellte als jede Herausforderung, der er sich auf dem Hockeyfeld stellen musste. Cheftrainer Roelant Oltmans gab ihm sofort die Erlaubnis, nach Hause zurückzukehren, da er der Meinung war, dass die Familie in solchen Momenten Vorrang habe.
Die indische Mannschaft demonstrierte ihre Geschlossenheit mit einer Schweigeminute vor dem Spiel gegen Japan und dem Tragen schwarzer Armbinden zu Ehren von Manpreets Vater. Diese Geste spiegelte die enge Verbundenheit der Mannschaft während der Niederlage ihres Teamkollegen wider. Das Team musste mit 17 statt 18 Spielern weitermachen, da die Turnierregeln einen Ersatz verhinderten. Der Trainer bezeichnete dies als „schweren Schlag für die Mannschaft“.
Zurück ins Spiel und Tore unter Druck
Manpreets Reaktion auf die Trauer zeugte von bemerkenswerter Stärke. Nur 48 Stunden nach der Nachricht vom Tod seines Vaters kehrte er ins Team zurück – für viele sein mutigster Moment. Seine Entscheidung machte ihn zu einem „auserwählten Kreis indischer Sportler, die sich über persönliche Tragödien erhoben, ihre mentale Stärke unter Beweis gestellt und auf dem Spielfeld hervorragende Leistungen erbracht haben“.
Sein emotionales Comeback erreichte seinen Höhepunkt mit einem wichtigen Tor gegen den Erzrivalen Pakistan im Turnier. „Das war die schwierigste Phase für mich. Ich war am Boden zerstört und habe den Glauben an alle verloren“, erzählte er später über diese Zeit. Seine Leistung inmitten dieser emotionalen Belastung zeugte von seiner außergewöhnlichen mentalen Stärke und seinem Engagement für Team und Land.
Vereinbarkeit von Privatleben und beruflichen Pflichten
Familie wurde zur Grundlage von Manpreets Durchhaltevermögen in den Herausforderungen seiner Karriere. „Meine Mutter hat mich ermutigt, weiterzuspielen, um den Traum meines Vaters zu erfüllen, und das ganze Team hat mich unterstützt“, erzählte er sichtlich gerührt. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Paris widmete er diesen Erfolg seinem verstorbenen Vater und dankte den „drei Engeln“ in seinem Leben – seiner Mutter, seiner Frau und seiner Tochter.
Patenschaft Die neue Rolle bringt neue Herausforderungen für Manpreet mit sich. „Ich bin Vater geworden, und es fällt mir schwer, das unter einen Hut zu bringen, weil ich meine Tochter manchmal vermisse“, gesteht er. Seine Tochter ist eineinhalb Jahre alt geworden, und die Trennung bei Turnieren und Trainingslagern trifft ihn tief. Doch die neue Rolle treibt ihn weiter an, denn seine Tochter inspiriert ihn zu Höchstleistungen.
Mentale Stärke Für Manpreet ist psychologische Unterstützung nach wie vor unerlässlich. Rückblickend auf Turniere mit hohen Einsätzen betonte er die Notwendigkeit psychologischer Unterstützung: „Bei großen Turnieren steht man oft unter mentalem Druck, weil die Bühne groß ist und man vor großem Publikum spielt. Man muss also mental stark sein.“ Diese Worte stammen von jemandem, der auf höchstem Niveau des internationalen Sports sowohl persönliche Tragödien als auch beruflichen Druck erlebt hat.
Kapitäns- und Führungsvermächtnis
Kapitän im Jahr 2017
Historische Ernennung Am 18. Mai 2017 änderte Manpreet Singhs Karriereweg. Er übernahm die Leitung der indischen Eishockeymannschaft für das Three Nations Invitational Tournament in Deutschland und das Halbfinale der World League in England. Seine Führungserfahrung begann mit sofortigem Erfolg, als Indien unter seiner Führung den Men's Hockey Asia Cup 2017 gewann. In seinem ersten Jahr als Kapitän führte Manpreet das Team zu einer Bronzemedaille im Finale der Hockey World League. Er erwies sich als geborener Anführer.
Bemerkenswerte Anerkennung 2019 folgte eine weitere Auszeichnung. Manpreet erhielt die prestigeträchtige Auszeichnung „FIH Player of the Year“. Er war der erste indische Spieler, dem diese Ehre zuteil wurde. Unter seiner Führung errang das Team einen überwältigenden Sieg im Finale der FIH Series und sicherte sich die Olympia-Qualifikation für Tokio 2020. Seine Teamkollegen lobten seine einzigartige Herangehensweise, die die Spieler ermutigte, neue Strategien auszuprobieren und anders zu denken.
Indien auf das olympische Podium führen
Olympischer Ruhm markierte den Höhepunkt von Manpreets Kapitänsamt, als er Indien bei den Olympischen Spielen in Tokio zu einer historischen Bronzemedaille führte. Dieser Sieg beendete eine 41-jährige Medaillendürre. Das Team erholte sich von einer harten 1:7-Niederlage gegen Australien in der Gruppenphase. Dank Manpreets Führung konnten Spanien, Argentinien und Japan nacheinander besiegt werden. Ein Viertelfinalsieg gegen Großbritannien (3:1) führte zum Halbfinale gegen Belgien. Das Team sicherte sich schließlich Bronze mit einem spannenden 5:4-Sieg über Deutschland.
Emotionaler Triumph Manpreet überwältigte während der Medaillenzeremonie. „Nach 41 Jahren werde ich nie vergessen, wie sehr sich die Nation danach gesehnt hat, etwas zurückzubringen, was sie sich immer gewünscht hat. Die Flaggenhissung war für mich sehr bewegend und ich musste weinen. Viele Gefühle durchströmten mich: Freude, Erleichterung, Zufriedenheit, Stolz und Dankbarkeit“, erzählte er von diesem entscheidenden Moment.
Meilenstein von 400 Kronkorken und mehr
Elite-Leistung 2025. Manpreet ist der zweite indische Eishockeyspieler, der 400 Länderspiele erreicht hat. Er steht damit hinter dem ehemaligen Kapitän und heutigen Präsidenten von Hockey India, Dr. Dilip Tirkey (412 Länderspiele). Sein Weg von seinem Debüt 2011 bis zum Eckpfeiler des indischen Mittelfelds spiegelt die Entwicklung des Eishockeys auf der Weltbühne wider.
Anhaltender Hunger treibt Manpreet trotz seiner Erfolge an. „Ich erinnere mich noch an die Gänsehaut bei meinem Debütspiel. 400 Spiele später hier zu stehen, übertrifft alles, was ich mir je vorgestellt habe … Ich lerne immer noch, wachse immer noch – und spiele heute mit dem gleichen Hunger wie mit 19“, blickte er nach diesem Meilenstein zurück.

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FAQ:
Wer ist Manpreet Singh?
Manpreet Singh Pawar ist ein indischer Feldhockeyspieler und gilt als einer der besten Mittelfeldspieler Indiens. Manpreet Singh war Kapitän der indischen Herren-Nationalmannschaft und ist für seine Führungsqualitäten auf und neben dem Spielfeld bekannt.
Wann gab Manpreet Singh sein internationales Debüt?
Manpreet Singh gab 2011 im Alter von 19 Jahren sein internationales Debüt in der A-Nationalmannschaft.
Was sind Manpreet Singhs größte Erfolge und Auszeichnungen?
Manpreet Singh führte Indien als Kapitän zu einer Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Manpreet Singh war zudem der erste Inder, der 2019 die Auszeichnung „FIH-Spieler des Jahres“ gewann. Er wurde mit dem Arjuna Award (2018) und dem Major Dhyan Chand Khel Ratna (2021) ausgezeichnet.
Was ist Manpreet Singhs Hintergrund und frühes Leben?
Manpreet Singh wurde im Dorf Mithapur in der Nähe von Jalandhar, Punjab, in eine Bauernfamilie geboren. Seine Leidenschaft für Hockey entwickelte er beim Spielen mit seinen älteren Brüdern.
Mit welchen persönlichen Schwierigkeiten war Manpreet Singh konfrontiert?
Manpreet Singh überwand zu Beginn seiner Karriere eine schwere Knieverletzung, die ihn fast ein Jahr lang außer Gefecht setzte.
Ist Manpreet Singh verheiratet?
Ja, Manpreet Singh ist mit Illi Najwa Saddique verheiratet, einer ehemaligen Hockeyspielerin aus Malaysia.
Hat Manpreet Singh bemerkenswerte Rekorde?
Manpreet Singh hat über 400 internationale Spiele für Indien bestritten und ist damit einer der erfolgreichsten indischen Eishockeyspieler.
Was sind Manpreet Singhs persönliche Vorlieben oder Routinen?
Vor Spielen spielt Manpreet Singh gerne FIFA, hört Musik, meditiert und praktiziert Yoga. Außerdem verbringt Manpreet Singh gerne Zeit mit seiner Familie und seinen Haustieren.