(Januar 28, 2025) Für Nidhi Jalan war Essen schon immer etwas sehr Persönliches – eine Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu treten und Liebe auszudrücken. Als sie in Kalkutta aufwuchs, war Essen das Herzstück ihres Familienlebens. Der Duft frischer Gewürze, das Klappern der Küchenutensilien in der Küche ihrer Mutter und die Energie der Straßen – all das hat ihre Beziehung zum Essen geprägt. „Essen war schon immer ein zentraler Bestandteil unseres Lebens“, erinnert sie sich. „Meine Mutter kochte jede Mahlzeit von Grund auf und kombinierte die Aromen mit Sorgfalt.“
Jahre später bildete diese Verbindung zum Essen die Grundlage für Masala Mama, eine Marke, die die Art und Weise verändert, wie Amerikaner indische Küche erleben. Was als kleiner Imbissstand in Smorgasburg, Brooklyns beliebtem Freiluftmarkt, begann, ist zu einem allgemein bekannten Namen geworden. Heute sind die Simmersaucen von Masala Mama bei Whole Foods und in Fachgeschäften in den gesamten USA erhältlich und bringen den authentischen Geschmack der indischen Küche in geschäftige Privatküchen.

Nidhi Jalan, Gründerin von Masala Mama
„In der indischen Küche kommen mehr als 50 Gewürze zum Einsatz“, erklärt Nidhi. „Die meisten Leute wollen nicht 20 neue Gewürze kaufen, nur um ein oder zwei Rezepte zuzubereiten. Sie wollen etwas Einfaches, aber mit vollem Geschmack.“ Diese Erkenntnis brachte sie dazu, ihre Linie gebrauchsfertiger Saucen zu kreieren, die es jedem – ob erfahrener Koch oder absoluter Anfänger – leichter machen, schmackhafte, authentische indische Gerichte zuzubereiten.
Ein Hauch von Heimat für die indische Diaspora
Für Inder im Ausland ist Masala Mama mehr als nur eine Marke – es ist eine tröstliche Erinnerung an die Heimat. „Ich habe das Essen vermisst, mit dem ich aufgewachsen bin“, sagte der Globaler Inder sagt und gibt damit der Meinung vieler Menschen in der Diaspora Ausdruck. Authentische indische Aromen zu finden, die wie die Mahlzeiten schmecken, an die sie sich erinnern, ist oft eine Herausforderung, und Masala Mama schließt diese Lücke.
Ihre Saucen sind praktisch, ohne dabei an Authentizität einzubüßen, und geben den Menschen die Möglichkeit, ihre Lieblingsgerichte wieder zu genießen. Gleichzeitig macht Masala Mama Nicht-Inder mit der Vielfalt und Reichhaltigkeit der indischen Küche bekannt. Mit ihren Produkten möchte Nidhi Klischees über indisches Essen durchbrechen und Menschen dazu ermutigen, die große Geschmacksvielfalt der indischen Küche kennenzulernen.
Von Kalkutta nach New York
Nidhis Reise begann in Kalkutta, wo die Küche immer das Zentrum des Geschehens war. Die Kochkünste ihrer Mutter hinterließen einen bleibenden Eindruck bei ihr. „Jede Mahlzeit wurde mit so viel Hingabe und Liebe zubereitet“, sagt sie. „Das ist etwas, das ich bis heute in mir trage.“
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Trotz ihrer Liebe zum Essen hatte sie nicht geplant, Unternehmerin zu werden. Da sie aus einer Familie stammte, in der Frauen ermutigt wurden, sich auf kreative oder häusliche Beschäftigungen zu konzentrieren, entschied sich Nidhi zunächst für einen künstlerischen Weg. Sie erwarb ihren MFA in Keramik am Hunter College in New York und vertiefte sich in die Welt der Kunst und des Designs.
Doch ihre Verbindung zum Essen ließ nie nach. Als sie in den USA lebte, vermisste sie die Aromen ihrer Heimat immer mehr. „Ich begann in der Küche zu experimentieren, weil es keine einfachen Möglichkeiten gab, diese Gerichte nachzukochen“, erzählt sie. Diese frühen Experimente inspirierten später die Gründung von Masala Mama.
Der Eureka-Moment
Die Idee für Masala Mama entstand während einer Dinnerparty. Ein Freund bemerkte beiläufig, dass indisches Kochen zu kompliziert sei. „Da machte es Klick“, sagt Nidhi. Sie erkannte, dass die Leute zwar den Geschmack indischen Essens liebten, aber oft von der Zubereitung eingeschüchtert waren.

2013 eröffnete sie Masala Mama in Smorgasburg, wo sie indisch inspirierte Masala-Tacos servierte und ihre Gewürzmischungen verkaufte. Die Resonanz war enthusiastisch, aber eines wurde klar: Die Kunden liebten die Aromen, wollten sie aber einfacher in ihre Mahlzeiten integrieren. „Sie wollten nicht von Grund auf kochen. Sie wollten stattdessen die Soßen“, sagt sie.
Diese Erkenntnis veranlasste Nidhi dazu, ihr Geschäftsmodell zu ändern. Sie konzentrierte sich auf die Herstellung gebrauchsfertiger Soßen, die den Kochvorgang vereinfachen und gleichzeitig den authentischen Aromen der indischen Küche treu bleiben.
Herausforderungen überwinden
Eine Lebensmittelmarke von Grund auf aufzubauen war nicht einfach. „Ich war keine geborene Unternehmerin“, gibt Nidhi zu. „Aber als die Idee erst einmal gegriffen hatte, war ich entschlossen, sie zum Erfolg zu führen.“
Eine ihrer größten Herausforderungen bestand darin, herauszufinden, wie sie die Authentizität der indischen Küche im kommerziellen Maßstab bewahren konnte. Die traditionelle „Bhuno“-Methode – ein wichtiger Schritt in der indischen Küche, bei dem Gewürze langsam gebraten werden, um ihr Aroma freizusetzen – war für Nidhi unverzichtbar. Die meisten Hersteller waren jedoch nicht bereit, einen derart arbeitsintensiven Prozess durchzuführen. Nach monatelanger Suche fand sie schließlich einen Co-Packer in Kanada, der bereit war, ihre Methoden anzuwenden.
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Eine weitere große Hürde war die Bewältigung der technischen Aspekte der Lebensmittelproduktion. Um diese zu überwinden, arbeitete Nidhi mit dem Cornell Food Venture Center zusammen, das sie bei Herausforderungen wie der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, Haltbarkeit und Lebensmittelsicherheit unterstützte. „Sie waren unglaublich hilfreich“, sagt sie. „Ich habe so viel darüber gelernt, wie ich meine Saucen sicher und haltbar machen kann, ohne Kompromisse beim Geschmack einzugehen.“
Ein bahnbrechender Moment
Masala Mama erreichte 2018 einen Wendepunkt, als Whole Foods begann, ihre Saucen landesweit zu vertreiben. Mit Optionen wie Tikka Masala, Vindaloo und Goa Coconut Curry erlangte die Marke schnell Anerkennung für ihre Fähigkeit, indische Küche zugänglich zu machen, ohne dabei an Authentizität einzubüßen.
Einer von Nidhis stolzesten Momenten war ein Geschmackstest in Delhi, bei dem ihre Tikka Masala-Sauce mit dem legendären Butter Chicken von Moti Mahal verglichen wurde, einem Restaurant, das für dieses Gericht bekannt ist. „Als mein Freund sagte, es sei genauso gut oder besser, fühlte es sich wie ein echter Sieg an“, sagt sie lächelnd.
Herausforderungen und Wachstum meistern
Der Weg zum Erfolg verlief nicht ohne Rückschläge. Die Pandemie, Unterbrechungen der Lieferkette und die Konkurrenz haben Nidhis Belastbarkeit auf die Probe gestellt. „Ein Unternehmen zu führen ist viel schwieriger, als ich es mir vorgestellt habe“, sagt sie. „Aber ich bin von der Mission getrieben, indisches Essen für alle zugänglich und köstlich zu machen.“
Dabei hat sie ihre Vision nicht aus den Augen verloren: möglichst vielen Menschen authentische indische Aromen näherzubringen. Ob es darum geht, ihre Rezepte zu verfeinern, hochwertige Zutaten zu beschaffen oder die Geschichten hinter ihren Saucen zu erzählen, Nidhi geht ihre Arbeit mit Sorgfalt und Zielstrebigkeit an.
Eine Feier des indischen Erbes
Für Nidhi geht es bei Masala Mama um mehr als nur Essen – es geht darum, den Reichtum der indischen Kultur zu feiern. „Ich möchte, dass die Menschen die Vielfalt des indischen Essens erleben“, sagt sie. „Es geht nicht nur um die Aromen. Es geht um die Geschichten und die Geschichte dahinter.“

Jalan Nidhi
Ihre Saucen spiegeln dieses Engagement für Authentizität wider. Jedes Glas erzählt eine Geschichte, sei es die feurige Schärfe von Vindaloo oder die cremige Geschmeidigkeit von Tikka Masala. „Ich möchte, dass sich die Leute fühlen, als wären sie zum Abendessen in ein indisches Zuhause eingeladen“, sagt sie.
Was kommt als Nächstes für Masala Mama?
Während Masala Mama weiter wächst, sucht Nidhi Jalan nach neuen Wegen, ihre Leidenschaft zu teilen. Sie experimentiert mit neuen Geschmacksrichtungen und Rezepten, bleibt dabei aber ihren Wurzeln treu. „Das ist für mich nicht nur ein Geschäft“, sagt sie. „Es geht darum, Menschen durch Essen zu verbinden und einen Teil von mir zu teilen.“
Von ihrer Kindheit in Kalkutta bis zu ihrer Karriere als Unternehmerin in New York ist Nidhis Geschichte eine Geschichte von Ausdauer, Kreativität und einer tiefen Liebe zur indischen Küche. Mit Masala Mama verkauft sie nicht nur Soßen – sie baut Brücken, ein Glas nach dem anderen.
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